Ohrkerzenbehandlung:
entspannend und heilsam zugleich

Die Ohrkerzenbehandlung erfreut sich nicht von ungefähr großer Beliebtheit bei der Therapie verschiedener körperlicher und seelischer Beschwerden. Sie wurde bereits vor Jahrhunderten von den Hopi-Ureinwohnern aus Amerika und anderen Naturvölkern aus aller Welt erfolgreich eingesetzt. Neben verschiedenen positiven Effekten auf die Gesundheit, trägt sie allgemein zur Förderung und Erhaltung des Wohlbefindens bei.

Was ist eine Ohrkerzenbehandlung?

Für die Ohrkerzenbehandlung werden 20 bis 30 cm lange, trichterförmige Hohlkerzen verwendet, die aus Bienenwachs, Honigessenzen, ätherischen Ölen, Gaze, pulverisierten Heilpflanzen (z. B. Salbei, Kamille, Johanniskraut und Thymian) und Baumwolle bestehen. Ein Sicherheitsfilter im unteren Teil der Kerze verhindert, dass Wachs oder Asche in den Gehörgang gelangen. Der Patient legt sich seitlich hin, sodass das zu behandelnde Ohr nach oben zeigt. Um die Haare des Patienten zu schützen, werden sie mit einem Tuch abgedeckt. Dann wird die Ohrkerze senkrecht mit leichtem Druck auf den Gehörgang aufgesetzt und am oberen Ende angezündet. Dies sollte nie selbst, sondern immer von einer zweiten Person durchgeführt werden, die die gesamte Ohrkerzenbehandlung überwacht. Erreicht die Flamme die Abbrennmarkierung, wird sie vom Ohr entfernt und in etwas Wasser gelöscht. Anschließend ruht der Patient noch 15 bis 20 Minuten nach.

Wie wirkt die Ohrkerzenbehandlung?

Zu Beginn der Ohrkerzenbehandlung entsteht durch die heiße Luft aufgrund des Verbrennungsprozesses ein Luftzug nach unten und damit ein leichter Überdruck im Ohr. Ist die Ohrkerze etwa zur Hälfte abgebrannt, steigt der Luftzug nach oben, wodurch es zu einer Druckentlastung im Ohr kommt. Durch die wechselnden Druckverhältnisse wird eine Druckregulierung im Ohr ausgelöst und das Trommelfell sanft massiert. Die Durchblutung im Ohr wird gefördert und der Lymphfluss wird angeregt, sodass Schlacken abtransportiert werden. Das führt indirekt auch zu einer Anregung des Immunsystems. Gleichzeitig hilft der Unterdruck dabei, überschüssigen Ohrenschmalz aus dem Gehörgang zu entfernen. Daneben werden durch die Ohrkerzenbehandlung Reflexzonen stimuliert, was einen schmerzlindernden Effekt haben kann. Ganz allgemein trägt die Behandlung zur Förderung des Wohlbefindens bei, da der Druckausgleich entspannend auf Atmung und Herz und damit auf den gesamten Körper wirkt. Das leise Knistern und die Wärme beim Abbrennen der Kerze werden von vielen Patienten ebenfalls als beruhigend empfunden.

Bei welchen Beschwerden wird eine Ohrkerzenbehandlung eingesetzt?

Die Ohrkerzenbehandlung wird bei akuten und chronischen Beschwerden im Ohr- und Kopfbereich eingesetzt, darunter zur Behandlung von Ohrensausen, Ohrgeräuschen, Ohrendruck und Tinnitus, zur Linderung von Kopfschmerzen und Migräne sowie bei Erkältungen, Sinusitis und Nebenhöhlenentzündungen. Daneben hat sie sich bei Nervosität, innerer Unruhe, Stress- und Erschöpfungszuständen sowie bei Schlafstörungen und Hyperaktivität als wirksame ergänzende Behandlungsmethode erwiesen. Bei Perforationen des Trommelfells und akuten Ohrenentzündungen ist dringend vom Gebrauch von Ohrenkerzen abzuraten.

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