Balneotherapie:
Baden für die Gesundheit

Heilbäder mit mineralhaltigem Wasser, Schlamm, Algen und Heilkräutern

Bereits ihre Wortherkunft verrät, dass die Balneotherapie auf eine lange Geschichte zurückblickt: Als Wort zusammengesetzt aus den altgriechischen Begriffen für „Bad“ und „Heilung“, ist die Balneotherapie schon seit der Antike eine beliebte Heilmethode, um Beschwerden zu lindern und das allgemeine Wohlbefinden zu steigern. Die alten Ägypter, Griechen und Römer liebten sie, und auch in der indischen Ayurveda-Medizin und in der chinesischen Medizin spielen Heilbäder eine wichtige Rolle. Was das Prinzip hinter der Balneotherapie ist, wie sie funktioniert und welche positiven Wirkungen sie zeigt, erfahren Sie hier.

Was ist die Balneotherapie?

Die Balneotherapie bezeichnet die therapeutische Anwendung von Bädern mit mineralhaltigem Wasser und Zusätzen wie Schlamm, Algen und Heilkräutern. Sie basiert auf der Überzeugung, dass bestimmte Mineralien im Wasser wie Schwefel, Magnesium, Kalzium und Kohlensäure heilende Eigenschaften besitzen. Über die Haut aufgenommen, entfalten sie im Körper ihre positive Wirkung. Zudem nutzt die Balneotherapie die thermische Wirkung des Wassers: Wärmeanwendungen fördern die Durchblutung und lockern die Muskulatur, Kälteanwendungen reduzieren Schmerzen und Entzündungen. Die dritte Wirkungsebene der Therapieform ist der mechanische Aspekt: Der Auftrieb im Wasser erleichtert Bewegungstherapien, und Anwendungen mit Wasserdruck sind optimal für leichte Massagen. Die für Sie geeignete Therapieanwendung wird je nach Ihren individuellen Bedürfnissen gemeinsam mit der Therapeutin bzw. dem Therapeuten ausgewählt. Die Bandbreite reicht von Mineralbädern über Schlamm- und Moorbäder, Trinkkuren, Inhalationen und Dampfbädern bis hin zu Kneipp-Anwendungen.

Welche gesundheitsfördernden Effekte hat die Balneotherapie?

Die Balneotherapie hat eine Vielzahl positiver Effekte auf Körper und Geist. Sie reduziert Schmerzen und wirkt entzündungshemmend, was insbesondere bei rheumatischen Erkrankungen, Arthritis, chronischen Rückenschmerzen und Gelenksbeschwerden förderlich ist. Die Wärme des Wassers weist zudem eine entspannende Wirkung auf Muskulatur und Geist auf, wodurch nicht nur Verspannungen gelindert werden, sondern auch Stress reduziert wird. Auch bei Hautproblemen wie Psoriasis, Neurodermitis und Ekzemen entfaltet die Balneotherapie ihre heilende Wirkung. Zudem fördern warmes Wasser und wechselwarme Anwendungen die Durchblutung und bringen den Kreislauf in Schwung. Auch eine Verbesserung der Beweglichkeit lässt sich mit der Balneotherapie erreichen, da die Schwerelosigkeit im Wasser insbesondere bei Gelenksproblemen Bewegungen erleichtert. Nicht zuletzt verschaffen Inhalationen und Dampfbäder sanfte Linderung bei Atemwegsbeschwerden.