Baden für die Gesundheit:
wohltuendes Kräuterbad

Kleine Pflanzen, große Wirkung

Schon in der Antike galten Kräuter aufgrund ihrer ätherischen Öle als wertvolle Badezusätze. Die Menschen damals wussten bereits, dass verschiedene Heilpflanzen gesundheitsfördernde Effekte haben und beispielsweise anregend, krampflösend oder beruhigend wirken. Auch ein großer Krieger der griechischen Mythologie soll auf die heilende Wirkung von Kräutern vertraut haben: Achilles versorgte der Sage nach seine Wunden nach dem Trojanischen Krieg mithilfe eines Bads mit Schafgarbe, die antibakteriell und entzündungshemmend wirkt.

Was ist ein Kräuterbad?

Bei gekauften Badeessenzen sollten Sie unbedingt darauf achten, dass keine künstlichen Aromastoffe oder anderen chemischen Zusätze enthalten sind, sondern nur echte Kräuterextrakte oder ätherische Öle. Ein Kräutersud lässt sich auch sehr einfach selbst herstellen. Eine Anleitung dazu finden Sie weiter unten.

Die Wassertemperatur des Kräuterbads sollte zwischen 35 und maximal 38 Grad Celsius liegen. Ist die Badetemperatur zu hoch, wird der Körper eher müde und der entspannende Effekt wird gemindert. Zudem verliert die Haut wertvolle Fette und trocknet aus. Ein Kräuterbad sollte nicht länger als 20 Minuten genossen werden, da sonst Kreislaufbeschwerden auftreten können. Auch wird empfohlen, nicht öfter als zwei Mal pro Woche zu baden. Die Wirkung des Kräuterbads wird verstärkt, wenn Sie sich nach dem Baden in kuschelige Kleidung einwickeln und noch etwa eine halbe Stunde nachruhen.

Kräutersud selbst herstellen

Um einen Sud für ein Kräuterbad selbst herzustellen, übergießen Sie fünf bis acht Teelöffel der gewünschten getrockneten Kräuter mit kochendem Wasser und lassen das Ganze 10 bis 15 Minuten ziehen. Anschließend geben Sie etwa 200 ml Milch dazu. Diese wirkt als Emulgator und hat einen pflegenden Effekt auf die Haut. Seihen Sie das Gemisch ab und geben Sie den Sud in das warme Badewasser.

Welche Wirkung haben die verschiedenen Kräuter?

Bei einem Kräuterbad werden die wertvollen ätherischen Öle der Heilpflanzen sowohl über die Haut als auch über die Atemwege aufgenommen. Salbei wirkt beispielsweise entzündungshemmend und antibakteriell. Er eignet sich bei Erkältungen sowie Muskel- und Gelenkschmerzen. Kamille hat einen beruhigenden, krampflösenden und schmerzlindernden Effekt und wird bei Asthma, grippalen Infekten, Stress und zur Wundheilung eingesetzt. Melisse hilft durch ihre angstlösenden, beruhigenden und entspannenden Eigenschaften bei innerer Unruhe und Schlafstörungen. Rosmarin wirkt anregend sowie entzündungshemmend und schafft Linderung bei Kreislaufproblemen, Stress und Erschöpfung. Lavendel hat beruhigende, entspannende und entzündungshemmende Wirkungen und eignet sich damit bei Erkältungen, innerer Unruhe und Stress. Mit seinen beruhigenden, krampflösenden und schweißtreibenden Eigenschaften hilft Majoran bei grippalen Infekten, Migräne, Verdauungsbeschwerden, Juckreiz und Schuppen.